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	<title>EPA - Ernst Ulrich von Weizsäcker</title>
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		<title>Das größte Naturschutzgebiet der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ernst Ulrich von Weizsäcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 06:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Präsident Bush und seine Republikaner sind unter Druck. Zwei große Themen belasten sie, weil sie da nicht gut aussehen: der Irakkrieg und der Umweltschutz. Der Kennedy-Neffe und Sohn des ermordeten Senators, Robert F. Kennedy jr. hat eine vernichtende Abrechnung mit der Umweltpolitik der Regierung Bush geschrieben: Crimes Against Nature, Verbrechen gegen die Natur.&#160;<a href="https://ernst.weizsaecker.de/das-groesste-naturschutzgebiet-der-welt/">mehr…</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Präsident Bush und seine Republikaner sind unter Druck. Zwei große Themen belasten sie, weil sie da nicht gut aussehen: der Irakkrieg und der Umweltschutz.</p>
<p>Der Kennedy-Neffe und Sohn des ermordeten Senators, Robert F. Kennedy Jr. hat eine vernichtende Abrechnung mit der Umweltpolitik der Regierung Bush geschrieben: Crimes Against Nature, Verbrechen gegen die Natur. Der Untertitel heißt: Wie George W. Bush und seine Getreuen das Land ausräubern und unsere Demokratie kapern. Da geht es um das hanebüchene Absprengen von ganzen Bergkuppen für die Kohlegewinnung in West Virginia, um die Unterwanderung der Umweltbehörde EPA mit Anti-Umweltschützern und natürlich um die Sabotage am Kioto-Protokoll. Und Punkt für Punkt wird der Nachweis geführt, wie die von Bush’s Handeln begünstigte Industrie die Kassen der Republikanischen Partei gefüllt hat.</p>
<p>Amerika weiß das. Die erdrückende Mehrheit der Amerikaner lehnt diese Praktiken ab und hält die zugehörigen Geldflüsse für gesetzeswidrig oder zumindest unmoralisch. Bush hat nach Meinung vieler seine zweite Wahl nur gewonnen, weil das Thema Umwelt einfach noch nicht wichtig genug war und weil man im Krieg nicht gern die Regierung auswechselt.</p>
<p>Jetzt aber ist die Kritik am Krieg Mehrheitsmeinung und das Thema Umwelt kocht in den Medien immer höher. TIME Magazine hat im März einen dramatischen Klimaaufmacher gebracht. Zusammen mit Al Gore’s aufklärerischem Klima-Film „Eine unbequeme Wahrheit“ hat das dazu beigetragen, dass es „politisch korrekt“ geworden ist, die verbliebenen Leugner des Klimawandels als Schwindler, Narren oder Bestochene anzuschwärzen. Bush’s Umfragewerte sind im Keller, und es geht auf die wichtige Kongresswahl 2006 und die Vorbereitung der Präsidentenwahl 2008 zu. Bush kann da zwar nicht mehr antreten, aber er will natürlich einen Gesinnungsfreund als Nachfolger. Bush ist unter gewaltigem Handlungsdruck.</p>
<p>Da fiel ihm eine wunderbare Ersatzhandlung ein: die Ausrufung des größten Naturschutzgebiets der Erde. In einer Pressekonferenz am 15. Juni hat er die nordwestlichen Inseln von Hawaii und die zugehörige Meeresfläche von insgesamt 140.000 Quadratmeilen oder 360.000 Quadratkilometern (so groß wie Deutschland) zum Nationalen Monument erklärt. Die Artenvielfalt dort ist atmberaubend. Die Meeresumweltschützer sind begeistert. Die Presse ist ausnahmslos positiv. Die lokalen Fischer, die nun nicht mehr ausfahren dürfen, wurden mit Geldern der privaten Pew-Stiftung großzügig abgefunden. Man stellt sich auf Tourismus und andere lukrativere Tätigkeiten um.</p>
<p>Ein gelungener Entlastungsangriff also. Zwei wichtige Schönheitsfehler sind allerdings nicht zu übersehen: an den letzten Endes wichtigeren Baustellen des Klimaschutzes und der Eindämmung der Ressourcenverschwendung herrscht weiterhin Stillstand. Und die Idee für das Naturschutzgebiet von Hawaii entstand während der Regierung Clinton und wurde von einem republikanischen Gouverneur und dem republikanischen Kongress blockiert. Doch in Amerika ist vieles sehr rasch der Schnee von gestern.</p>
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		<title>Darwin und Schumpeter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ernst Ulrich von Weizsäcker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 06:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Freud würde vom Todestrieb sprechen. Neben dem obligat zur Schau getragenen Optimismus herrscht ein massives Vergänglichkeitsgefühl in den USA. Die Dinosaurier sind ausgestorben. Alle Kulturen haben ein Ende gefunden. Totschießen ist in den Medien all-präsent. Der gnadenlose Verdrängungswettbewerb ist die Alltagserfahrung in der Wirtschaft.&#160;<a href="https://ernst.weizsaecker.de/darwin-und-schumpeter/">mehr…</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Freud würde vom Todestrieb sprechen. Neben dem obligat zur Schau getragenen Optimismus herrscht ein massives Vergänglichkeitsgefühl in den USA. Die Dinosaurier sind ausgestorben. Alle Kulturen haben ein Ende gefunden. Totschießen ist in den Medien all-präsent. Der gnadenlose Verdrängungswettbewerb ist die Alltagserfahrung in der Wirtschaft.</p>
<p>Der ständige Kampf ums Dasein gehört zum Kern des Lebensgefühls in Amerika; – oder des Todesgefühls. Auch Kriege gehören dazu. Sie dienen dazu, die Bösen zu besiegen. Der Gute ist der Stärkere. So ist die Moral im Western.</p>
<p>Auch der wirtschaftliche Wettbewerb wird als moralisch gesehen und überhöht. Gern beruft man sich auf Joseph Schumpeter mit seinem unseligen Spruch von der „schöpferischen Zerstörung“. Dass Detroit zur Zeit ziemlich vor die Hunde geht, weil die SUV-Mode bröckelt und Toyota’s Prius ständig Marktanteile gewinnt, kratzt außer ein paar Lokalpolitikern niemand.</p>
<p>Entlehnt ist diese extreme Form der Wettbewerbs-Denke aus der biologischen Evolutionstheorie von Charles Darwin. Darwin und Schumpeter in der Comic-Karikatur, das konvergiert zu einer gnadenlosen Welt, einer Welt ohne Hoffnung für die Schwachen. Hier liegt vermutlich einer der tieferen Gründe, weshalb selbst gebildete Kirchenleute im amerikanischen „Bibelgürtel“ die als sinnleer erscheinende darwinistische Evolution dermaßen scharf ablehnen.</p>
<p>Solche Christen heißen „Kreationisten“. Sie sehen die Schöpfung als das „intelligente“ Werk des Schöpfergottes an: intelligent design.</p>
<p>Das Irre an der Sache ist, dass dieser christliche Gegenentwurf zum Darwinismus ebenfalls mit Todessehnsuchtsphantasien und Leichtfertigkeit gegenüber dem Kriegführen und der Umwelt einhergeht. Unter den christlichen Fundamentalisten erwartet man das Jüngste Gericht. Man sagt, es kommt bald, und dann wird der Herrgott die Guten von den Bösen scheiden.</p>
<p>Wer so denkt, dem kann jeder „gerechte Krieg“ nur recht sein. Er sortiert schon mal Gute und Böse hienieden. Und wenn Gott beim Jüngsten Gericht auch seine Schöpfung wieder zu sich nimmt, wozu sollen wir dann Umweltschutz machen? Der inzwischen glücklicherweise aus der Politik ausgeschiedene ehemalige Mehrheitssprecher im Kongress, Tom DeLay verglich die Umweltbehörde EPA mit der Gestapo, weil sie seinem fundamentalistischen Kreuzzug im Wege stand.</p>
<p>Gibt es Auswege? Auf christlicher Seite bahnt sich ein Umdenken an. Der erzkonservative evangelikale Pfarrer Jim Ball brachte im Februar eine evangelikale Klimainitiative auf den Weg, mit ungewohnt scharfen Tönen gegen das Duo Bush-Cheney. Auch die christlichen Kriegsgegner werden immer mehr.</p>
<p>Umgekehrt wäre es einen Versuch wert, die Evolutionslehre (und die Ökonomie!) von ihrem sozialdarwinistischen Ballast zu befreien. Schließlich ist die Entstehung biologischer Vielfalt nicht zu erklären, wenn es nur Selektion gibt, also Verminderung von Vielfalt. Das Wunder der Evolution ist nicht das Überleben der Tüchtigsten, sondern das millionenfache Überleben von weniger „Tüchtigen“. Rezessive Erbmerkmale sind fast automatisch vor der Ausrottung geschützt. Barrieren schützen regionale Sonderlinge. Und Symbiose ist die elegante gegenseitige Unterstützung von Spezies, die auf sich allein gestellt zu schwach wären.</p>
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